Rechenbrett und Rechenpfennige – Hilfsmittel eines Rechenmeisters

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Rechenbrett und Abakus sind sehr alte und verbreitete Hilfsmittel beim konkreten Rechnen. Bis zur beginnenden Neuzeit benutzte man in Europa die wenig praktische römische Zahlenschreibweise. Die in Indien erfundene und der römischen weit überlegene Zahlenschreib- und Rechenweise wurde von arabischen Kaufleuten und Wissenschaftlern wegen ihrer vielen Vorteile übernommen.

Auf den folgenden drei Bildern ist ein solch nachempfundenes Rechenbrett mit originalen Pfennigen aus der DM-Zeit als Rechenpfennigen zu sehen. Zu verfolgen ist die Addition 2748 + 981. Die Buchstaben sind römische Zahlzeichen: I = 1, V =5 , X = 10, L = 50, C = 100, D = 500 und M = 1000.

Der junge italienische Kaufmannssohn Fibonacci lernte schnell die geniale Erfindung der indo-arabischen Ziffern zu schätzen und machte sie in Europa bekannt. Sein Buch, in dem sich der mathematisch auch hochbegabte Fibonacci u.a. für die neuen Ziffern einsetzte, brachte keinen Durchbruch, es gab viel Widerstand. Vielleicht sahen die Rechenmeister ihre Felle davon schwimmen. Gerade die Nachteile der alten Rechenkunst – ihre schwere Verständlichkeit – war die Grundlage für die Existenz dieser Berufsgruppe. Hatte jemand eine größere Rechnung durchzuführen, so ging er zu einem Rechenmeister und ließ sich von ihm die Rechnerei gegen Bezahlung machen. Bei diesem Dienst benutzte der Rechenmeister ein Rechenbrett und Rechenpfennige. Es konnte auch ein Rechentuch oder Rechentisch sein.

“Das macht nach Adam Riese …”, sagen wir auch heute noch manchmal zum Abschluss eines Rechenvorgangs und bedanken uns somit bei dem Mann, der mit seinen Schriften zum Siegeszug der indo-arabischen Ziffern entscheidend beigetragen hat.

Abakus – Eine der ältesten und am verbreitetsten Rechenhilfen der Welt

 

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