Meditative Sandbilder – Unendlich viele Landschaften?

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Dieses Exponat ist einerseits einfach und andererseits faszinierend durch die nahezu unendliche Vielfalt an Bildern, die den Eindruck phantastischer Landschaften in uns erwecken.

Dieses Kippbild besteht aus einem Rahmen mit zwei Glasscheiben, zwischen denen sich Wasser, Luft und verschiedene Sande befinden. Das Bild ist drehbar gelagert. Die Sande sind weiß, dunkelgrau und goldfarben. Sie haben verschiedene spezifische Gewichte, sodass sie sich nur teilweise vermischen. Nach jeder Drehung des Bildes sinkt der Sand durch die Schwerkraft nach unten. Dabei lagern sich die Sande so ab, dass der Eindruck von immer neuen abstrakten Landschaften entsteht. Durch die Zuführung oder Reduzierung von Wasser oder Luft lässt sich die Dynamik des Prozesses beeinflussen.

Dieses Exponat ist besonders bei jüngeren Besuchern sehr begehrt, wie so oft bei Exponaten mit einem gewissen meditativen Charakter.

Eine kleine Episode aus der Mathothek: Zwei Siebtklässler sind schon eine ganze Weile damit beschäftigt, immer wieder den Rahmen zu drehen und die entstehenden Landschaftsbilder zu kommentieren, als einer der beiden die Frage stellt: “Denkst du – wenn man immer und immer wieder dreht – vielleicht der liebe Gott, wenn’s ihm langweilig ist – dass dann doch irgendwann einmal dasselbe Bild wiederkommen muss?”

Staunen, fragen und erkennen ist der Dreiklang der Mathothek. Hier blieb die Frage unbeantwortet. Vielleicht ist das Fragen manchmal noch wichtiger als die Antwort. Die Auseinandersetzung mit den Fragen ist der Motor, nicht das gepaukte Wissen.

Leider ist das schöne Sandbild beim Wassereinfüllen “explodiert”. Schade, aber bitte keine Tränen, denn das neue ist schon da! Und es ist noch viel schöner mit seinen freundlichen Farben!

Es erweckt den Eindruck einer faszinierenden Wüstenlandschaft mit gelbem, roten und schwarzem Sand. Hier ein Blick in die Schöpfung:

Das Glasbild aus seinem Halt genommen, gedreht und wieder festgestellt und die meditative Betrachtung der erneuten Wüstenbildung kann von vorne beginnen.

Weil es so schön beobachten wir noch eine “Wüstenentstehung”:

Warnung! Dieses Medium kann süchtig machen! Es kann aber vor allem auch meditativ äußerst beruhigend wirken. Deswegen noch eine Wüstenlandschaft:

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