Tangle – Ein Gewirr aus Viertelkreisen als kreatives und therapeutisches Spielzeug

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In der Mathothek gibt es drei verschiedene Ausführungen von Tangles. Das große Exemplar wurde der Mathothek geschenkt und stammt aus dem Museumsshop des Museum of Modern Art in New York.

Es ist ein in verschiedenen Größen und Formen angebotenes Spielzeug, das vor allem in den U.S.A. weit verbreitet ist. Es wird zum Training der Handmuskulatur und Koordination angeboten. Aber auch zur Förderung in der Logopädie, Ergotherapie, Inklusion und vielfältig für individuelles Training der Feinmotorik und Sprachentwicklung eingesetzt.

Ein Tangle wird im Deutschen auch als Gewirr oder Wirrwarr-Schlauch bezeichnet. Wenn man es mathematisch betrachtet, so besteht ein solches Gebilde aus einer Kette von drehbar verbundenen Viertelkreisen. Diese können aus verschiedenen Materialien bestehen und die Form von gebogenen Röhrchen haben, die hohl sind oder auch massiv. Getrennt ergeben immer vier der gleichen Glieder einen Kreis. Durch die kettenartige Verbindung der Viertelkreise geht das natürlich nicht, ohne das Tangle zu zerstören. Man erhält bei diesem Versuch mehrere Spiralwindungen und – würde man die Kette an einer Stelle zerschneiden – ein Stück einer Spirale oder Wendel.

Mit Fingerfertigkeit und Kreativität lassen sich ganz interessante Figuren aus Viertelkreis-Kette formen. Die Fantasie stößt dabei immer wieder an die Grenzen, die ihr von Physik und Mathematik gesetzt werden. Aber zusammen mit Vorstellungskraft und Logik lassen sich oft raffinierte reale Formen herstellen.

In der Mathothek zeigt sich immer wieder, dass insbesondere Kinder solche Angebote gerne nutzen, um so zur inneren Ruhe und Konzentration zu kommen.

Weitere solche auch meditativen Exponate bietet die Mathothek ihren Besuchern reichlich:

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