[April] Bandornamentik

Seit frühester Zeit hat sich der Mensch nicht nur um das Überleben und die Bewältigung des Alltags bemüht, sondern auch um die Ästhetik. Ein geeignetes, meist geometrisches Motiv und seine möglichst gleichförmige Wiederholung zur Verzierung von z.B. Keramik (Tongefäße) ist uralt und gab einer ganzen vorgeschichtlichen Kultur und deren Trägern den Namen Bandkeramikern. Wahrscheinlich haben die Menschen damals dann auch ein Symbol der ewigen Wiederholung in der Natur, des Vergehens und der Wiederkehr des Lebens gesehen. In den Trachten und der Mode spielen Borden, Spitzen und Bänder mit ornamentalen Mustern bis heute eine wichtige Rolle. Im berühmten Bild Andy Warhols tritt die Dose mit Campell’s Tomatensuppe als sich wiederholendes Motiv auf und wird so zum Symbol der Ewigkeit.

Mathematisch gesehen gibt es nur sieben Typen von Fries- oder Bandornamenten. Sie sind aufgrund ihrer Symmetrie unterschieden. Diese sieben Symmetriegruppen sind in Form von „blauen Fußabdrücken“ in einer Tabelle dargestellt.

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Zu den bekannteren Symmetrien – Verschiebung, Achsen- und Punktspiegelung (= Drehung um 180°) – kommt noch die Gleitspiegelung. Aufgrund der Symmetrieeigenschaften lässt sich jedes auftauchende Friesornament in eine der sieben Kategorien einordnen.

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